TUI Aktiengesellschaft
http://www.tui-deutschland.de/td/de/umwelt/Klima/kompensation.html
Nachhaltigkeit

Wie trägt unser gemeinsamer Beitrag zum Klimaschutz bei?

Wie trägt unser gemeinsamer Beitrag zum Klimaschutz bei?

Durch effiziente Technologie Emissionen einsparen

Durch effiziente Technologie Emissionen einsparen

Mit einem Beitrag für ein Klimaprojekt können die Klimawirkungen eines Fluges oder einer Pauschalreise ganz oder teilweise ausgeglichen werden. 

Entsprechend dem geleisteten Beitrag, wird der Anteil an CO2 Emissionen und anderen Treibhausgasen, die der Flug oder die Reise verursacht, in TUI/myclimate Klimaschutzprojekten eingespart, um damit die schädlichen Auswirkungen auf das Klima auszugleichen.

 

Mit dem Klimarechner der TUI können Gäste ihre Emissionen, die durch den Flug und den Hotelaufenthalt entstehen, berechnen und kompensieren. Außerdem kompensiert TUI Deutschland für ca. 40.000 Euro pro Jahr ihrer Dienstreisen.

Für einen Hin- und Rückflug von Hannover nach Mallorca entstehen beispielsweise Treibhausgasemissionen von etwa 600 kg, das entspricht einem Kompensationsbetrag von etwa 9 Euro.

Zur Berechnung der Menge an Treibhausgasen, die während einer Reise emittiert werden, greifen wir auf die Datengrundlage unseres Partners myclimate zurück.


Berechnung der Klimawirksamkeit des Fluges, des Hotelaufenthaltes und des Transfers

Der TUI Klimarechner, der auf der Grundlage von myclimate basiert, berechnet für einen Flug die Menge an CO2, die pro Passagier emittiert wird. Die Berechnung basiert auf Verbrauchsdaten des Flugzeugtreibstoffs Kerosin, welche von zwei Referenzflugzeugtypen für Kurz- und Langstrecke erhoben wurden (Typ Boeing 737-400 und Typ Boeing 747-400). Auf kürzeren Strecken resultiert ein höherer Ausstoß pro Kilometer, weil der Streckenanteil des sehr energieintensiven Start- und Landezyklus höher ist.

Weiter wird in der Berechnung berücksichtigt, ob Economy Class, Business Class oder First Class geflogen wird, da mit der unterschiedlichen Bestuhlung weniger Passagiere in Business- und First Class transportiert werden können. Dadurch resultieren dort höhere pro Kopf-Emissionen. Bei einer Pauschal- oder Einzelplatzbuchung bei TUI findet die Berechnung auf Grundlage der Economy Class statt.

Für die Berechnung der Emissionen Ihres Hotelaufenthaltes und eines etwaigen Transfers werden Durchschnittswerte herangezogen. Für den Hotelaufenthalt berechnen wir 30 kg CO2 pro Gast und Übernachtung, für den Transfer in einem TUI Bus 0.11 kg CO2 pro km und Person (bei durchschnittlich 25 km pro Transfer).

Die Klimawirksamkeit des Fluges wird in so genannten CO2-Äquivalenten ausgedrückt. Diese Berechnung berücksichtigt, dass nicht nur CO2 klimawirksam ist, sondern auch andere Bestandteile der Abgase (zum Beispiel  Ozonvorläufersubstanzen wie NOx). TUI, sowie myclimate, verwenden dazu den konservativen Multiplikator 2.


Preis der Kompensation pro Tonne CO2

Der Preis zu Reduktion einer Tonne CO2 hängt maßgeblich von der Art der Projekte und der eingesetzten Mittel ab. Myclimate reduziert mit seinen Klimaschutzprojekten den Ausstoß an Treibhausgasen.

Die Projekte werden zu verschiedenen Portfolios zusammengefasst, welche jeweils einen durchschnittlichen Preis für die Reduktion einer Tonne CO2 aufweisen.

Die Klimabeiträge der TUI und ihrer Kunden fließen in Projekte, für die ein durchschnittlicher Preis von 15 € pro Tonne CO2 ermittelt wurde.


Wichtige Begriffe zum Klimawandel und Kompensation


Clean Development Mechanism
Der Clean Development Mechanism (CDM) erlaubt Industrieländern, welche gemäß ihren Kyoto-Verpflichtungen bindende Emissionsreduktionsziele verfolgen, in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern ohne Reduktionsziele zu investieren. Sie können dabei Zertifikate generieren (sogenannte Certified Emission Reductions, CERs), die einen Anstieg der Emissionen im eigenen Land kompensieren. Ferner soll CDM einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gastländer leisten, insbesondere durch den Transfer umweltfreundlicher Technologien. Weitere Informationen...


CER-Projekte

CER-Projekte sind offizielle Projekte des Clean Development Mechanism (CDM), welche dem Kyoto-Protokoll unterstehen. Diese Projekte werden in Entwicklungs- und Schwellenländern durchgeführt und bei den Vereinten Nationen (UNFCCC) registriert. Sie generieren sogenannte Certified Emission Reductions (CER), wobei ein CER einer reduzierten Tonne CO2 entspricht. Diese Emissionsreduktionszertifikate können innerhalb des europäischen Emissionshandelssystems gehandelt werden und von Firmen und Staaten gekauft werden, um ihre Reduktionsziele zu erreichen. Solche Zertifikate eignen sich aber auch für Kompensationen auf freiwilliger Basis.


CO2-Äquivalent
Während CO2 das wichtigste menschgemachte Treibhausgas ist, gibt es noch weitere Gase wie zum Beispiel Methan oder Lachgase welche das Klima beeinflussen. Um den Effekt dieser Treibhausgase mit den CO2-Auswirkungen zu vergleichen, wurde das CO2-Äquivalent definiert. Das CO2-Äquivalent entspricht der Menge CO2, welche die gleiche Wirkung hat, wie ein anderes untersuchtes Treibhausgas. Weitere Informationen...


Emissionshandel
Der EU-Emissionshandel erzielt die kosteneffiziente Realisierung der Reduktion der Treibhausgase der Europäischen Union wie es im Kyoto-Protokoll verabschiedet wurde. Es ist das erste multinationale Emissionshandelssystem und trat im Januar 2005 in Kraft. Der Emissionshandel ist Ländern erlaubt, die sich zu Emissionsminderungen verpflichtet haben. Um die gesamte CO2 Menge zu reduzieren, ist der Handel mit Emissionsrechten zwischen Industriestaaten vorgesehen. Weitere Informationen...


Gold Standard
Der Gold Standard ist ein unabhängig geführtes Label, welches qualitativ hochwertige Klimaschutzprojekte und die daraus entstehenden Emissionsreduktionszertifikate auszeichnen soll. Die Integrität dieser Projekte hinsichtlich ihrer Umweltbilanz und einer nachhaltigen Entwicklung steht dabei im Vordergrund. Der Gold Standard kann auf Projekte des Clean Development Mechanism (CDM), Joint Implementation (JI) und auf Verified Emission Reduction (VER) Projekte angewendet werden.

Die Gold Standard Kriterien wurden als Ergänzung zu den bestehenden CDM Abläufen, unter Federführung des WWF entwickelt. Anlass dazu war, den Anteil von Klimaschutzprojekten an der effektiven Reduktion von Treibhausgasen transparenter zu gestalten und den Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in Entwicklungsländern stärker in den Vordergrund zu stellen. Heute ist der Gold Standard eine unabhängige Organisation mit Sitz in Basel. Weiter Informationen...


IPCC
Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC; Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ins Leben gerufen. Hauptaufgabe des Ausschusses ist es, Risiken der globalen Erwärmung zu beurteilen und Vermeidungs- strategien zusammenzutragen. Weitere Informationen...


VER-Projekt
VER bedeutet Verified Emission Reduction und umschreibt die Art der Zertifikate, die durch solche Projekte generiert werden. Ein VER entspricht immer einer reduzierten Tonne CO2 und kann ausschließlich für freiwillige Treibhausgaskompensationen verwendet werden.

Bei myclimate-VER-Projekten erfolgt die Umsetzung in Anlehnung an die Richtlinien und Abläufe des Clean Development Mechanisms (CDM), aber aus Kostengründen werden sie nicht bei den Vereinten Nationen registriert. Gemäß Abschätzungen von myclimate muss ein Klimaschutzprojekt mindestens 10'000 t CO2 pro Jahr reduzieren, um die Transaktionskosten unter dem CDM tragen zu können. Projekte, die unter diese Grenze fallen, werden bei myclimate als VER-Projekte durchgeführt. VER-Projekte ermöglichen myclimate beispielsweise die Finanzierung von innovativen Pionierprojekten, die für eine Registrierung unter dem CDM zu klein sind.

Während bei CDM-Projekten klare international anerkannte Kriterien bestehen, fehlen diese bei VER-Projekten fast vollständig. Für myclimate gelten bei VER-Projekte die folgenden Anforderungen:

  • Die Emissionsreduktionen werden in Anlehnung an die CDM-Regeln, unter Verwendung der gleichen Methodologien und Dokumentationsvorlagen, berechnet.
  • Alle VER-Projekte im Portfolio "Projekte International" werden als Gold Standard-VER-Projekte validiert und registriert.
  • Alle VER-Projekte im Portfolio "Projekte Schweiz" werden gemäß den allgemeingültigen myclimate-Richtlinien entwickelt und durch eine anerkannte, unabhängige Instanz überprüft.

RFI-Faktor oder Multiplier

Flugemissionen beeinflussen das Klima und die Strahlungsbilanz der Atmosphäre nicht nur durch CO2-Emissionen, sondern auch durch Kondensstreifen und Stickoxide, welche zur Ozonbildung beitragen. Da oft nur die direkten CO2-Emissionen von Flugzeugen genau quantifizierbar sind, wurde der Radiative Forcing Index (RFI) oder Multiplier als Faktor eingeführt, um den Nicht-CO2-Effekten Rechnung zu tragen. Myclimate nutzt beispielsweise einen RFI von 2. (Siehe auch CO2-Äquivalent) Weitere Informationen...