TUI Deutschland stellt Weichen für werthaltiges Wachstum - Neue Strategie trägt erste Früchte: Weniger Flugrisiko, mehr Exklusivitäten in der Badepauschaltouristik, starker Ausbau des Spezialgeschäfts, Investition in eigene Vertriebswege
TUI Deutschland stellt Weichen für werthaltiges Wachstum - Neue Strategie trägt erste Früchte: Weniger Flugrisiko, mehr Exklusivitäten in der Badepauschaltouristik, starker Ausbau des Spezialgeschäfts, Investition in eigene Vertriebswege
Hannover/Berlin, 6. März 2008
Bei TUI, Deutschlands führendem Reiseveranstalter, zeigt die neue Strategie zur Steigerung der Profitabilität und zu mehr Wachstum erste positive Ergebnisse. „Nach den Umstrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre ernten wir nun die Früchte unserer harten Arbeit“, sagte Dr. Volker Böttcher, Vorsitzender der Geschäftsführung, auch im Hinblick auf den großen Einsatz der Mitarbeiter, bei einer Pressekonferenz am Rande der ITB. Bereits im vergangenen Jahr konnte durch ein überdurchschnittliches Umsatz- und Teilnehmerwachstum der Abstand zum Wettbewerb weiter vergrößert werden, in diesem Jahr laufe es sogar noch besser, so Böttcher weiter. Nach der ersten Reduzierung der Flugkapazitäten und des damit verbundenen Risikos bedeute das gegenwärtige Buchungsplus vor allem auch ein Plus in der Kasse.
Peter Long, CEO der TUI Travel PLC, der in London börsennotierten Mutter der TUI Deutschland GmbH, gibt die weitere Marschrichtung vor: „Von der Marktführerschaft müssen wir zu marktführenden Margen gelangen; mit den richtigen Produkten, die die Kunden wollen, und dem auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnittenen Vertrieb wird uns dies auch gelingen.“ TUI Deutschland sieht er auf diesem Weg insbesondere wegen der hohen Markenbekanntheit und der jahrelangen Markt- und Qualitätsführerschaft auf einem guten Weg. Konkret wird dieses Ziel mit weiteren Maßnahmen verfolgt, die in den vergangenen Monaten durch das Management genau definiert worden sind.
1. Die Flugkapazitäten passen sich dem Veranstalterbedarf an
Die Flotte von TUIfly wurde bereits für den Sommer 2008 um acht Maschinen reduziert, womit TUI 750.000 weniger Sitzplätze vermarkten muss. Durch die richtige Größe der Fluggesellschaft verbessert TUI ihre Erträge, da weniger Rabatte gewährt werden müssen. Ein weiterer Vorteil: Das Hotelportfolio kann um solche Angebote reduziert werden, die bisher lediglich dem Zweck dienten, überschüssige Flugsitze zu füllen und die deswegen wenig ertragsstark waren. Durch diese Angebotsverknappung steigt der Anteil des werthaltigen Kataloggeschäfts, ein Effekt, der bereits festzustellen ist.
2. TUI schafft unverwechselbare Urlaubserlebnisse
Der wichtigste Teil einer Urlaubsreise ist die Hotelunterkunft. Hier hat TUI unter anderem mit den Hotelmarken ROBINSON, Grecotel, Iberotel und Riu sowie den TUI Premium-Häusern eine ganze Reihe bekannter und beliebter Qualitätsprodukte, mit denen nicht zufällig die besten Margen erzielt werden. Denn für Qualität ist der Kunde bereit zu zahlen. Je mehr unverwechselbare Produkte es gibt, die ausschließlich bei TUI buchbar sind, desto weniger muss sich TUI auf den reinen Preiswettbewerb einlassen. Die wichtigste Neuerung in diesem Bereich: TUI wird eine neue Hotelmarke gründen. Der Markenname wird das TUI Logo tragen. Somit wird erstmals der starke Markenname TUI im ertragsreichen Hotelgeschäft eingesetzt.
Bis zum Jahr 2011 ist geplant, 14 Hotels auf dem Markt zu haben, auf denen nicht nur das TUI Logo steht, sondern in denen auch das TUI Qualitäts- und Servicekonzept erlebbar ist. Das Konzept steht, die ersten Häuser werden zurzeit mit den entsprechenden Partnern akquiriert und geplant. Die Häuser werden im Franchise betrieben, mit einer klaren Ausrichtung auf TUI Qualität. Unter dem Strich plant TUI, den Anteil der Gäste, die in einem Haus mit klarem Alleinstellungsmerkmal übernachten, von heute 41 auf 53 Prozent im Touristikjahr 2010/2011 zu steigern.
Unverwechselbare Urlaubserlebnisse sollen auch auf andere Weise erreicht werden, etwa durch die Einführung erfolgreicher First Choice Produkte auf dem deutschen Markt. Hierfür wird ein eigener Bereich eingerichtet. Bereits in Planung ist, ab Sommer 2009 Hausboote des Spezialisten „Le Boat“ zu vertreiben. Gute Chancen auf dem deutschen Markt hat auch das lukrative Yacht-Charter-Geschäft von First Choice, die heute 1.400 Yachten weltweit verchartern. Vorstellbar wäre darüber hinaus der Einsatz der neuen Boeing 787 im deutschen Markt.
TUI Travel hat die erste Option in Europa auf dieses neue Flugzeug, das wegen seines hohen Komforts, der großen Reichweite und der besonderen Umweltverträglichkeit auch Dreamliner genannt wird – ein ideales Gerät für den renditestarken und damit attraktiven Langstreckenmarkt.
3. Ausbau des Eigenvertriebs und Stärkung der Direktkommunikation
TUI plant, den Umsatzanteil des kontrollierten Vertriebs (Reisebüros und Online) von gegenwärtig 24 auf 38 Prozent im Jahr 2010/2011 zu erhöhen. Einen wesentlichen Beitrag dazu wird der stationäre Vertrieb leisten, hier soll die Zahl der eigenen Reisebüros (Franchise und Filiale) bis 2011 um 360 steigen. Die wichtigsten Reisebüropartner sollen durch ein leistungsbezogenes Provisionssystem noch stärker an TUI gebunden werden.
TUI wird auch den direkten Kontakt zum Kunden ausbauen. Dazu wird ein TUI Club gegründet, der sowohl dem Reisebüro- als auch dem Internetkunden interessante Vorteile bietet. Alle Direktmarketingaktivitäten werden künftig gebündelt und zentral gesteuert. Der Online-Vertrieb soll durch den Aufbau von Nutzer-Communities ausgebaut werden. Der Anteil des Umsatzes auf TUI.com soll von gegenwärtig drei Prozent auf sieben Prozent gesteigert werden.
4. Prozesseffizienz
Durch die Einführung eines neuen Produktionsmodells wird TUI die Produktion von Reisen deutlich flexibler gestalten und die IT- und Prozesskosten senken. Die Optimierung der Prozesse ist ein wesentlicher Schritt die Kosteneffizienz zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.
Mit diesen Maßnahmen sieht Böttcher die TUI auf sehr gutem Weg: „Mit knapp 29 Prozent Marktanteil sind wir mit großem Abstand zu allen Wettbewerbern führend auf dem deutschen Veranstaltermarkt. Bezogen auf unsere Kundenstruktur sind wir bereits heute für die Zukunft optimal aufgestellt“. 38 Prozent der TUI Gäste seien heute älter als 50 Jahre, damit sei TUI für alle „Best Ager“ in Deutschland – dem wohl interessantesten Kundensegment – unangefochten die Nummer eins, so der TUI Deutschland Chef. Und weiter: „Unser wertvollstes Gut ist unsere Marke. TUI genießt hohe Markenwiedererkennung und hat mit Mercedes, Lufthansa und Nike prominente Nachbarn in der Gruppe der Spitzenmarken. Künftig wird es mehr denn je darum gehen, unsere Größe und die Stärke unserer Marken dazu zu nutzen, auch marktführende Gewinnspannen zu erzielen.“
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